Presseinformation 2017

Presseinformationen zum 7.DVR-Kongress folgen in Kürze.

  

Presseinformation 2015

Hier können Sie die gesamte Pressemappe 2015 herunterladen.

Aktuelles aus der Reproduktionsmedizin

6. DVR-Kongress in Hamburg: Kinderwunsch-Experten laden zur Pressekonferenz ins CCH

Hamburg. Die moderne Reproduktionsmedizin ist eine Erfolgsgeschichte, die laut brandaktueller Statistik, allein in Deutschland auf die Geburt von 225.625 Wunschkindern nach assistierter Reproduktion zurückblicken kann: Die neuesten interdisziplinären Fortschritte und einen ihrer international bekanntesten Protagonisten stellt der Dachverband Reproduktionsbiologie und -medizin e.V. (DVR) auf der Pressekonferenz anlässlich des 6. DVR-Kongresses in Hamburg vor. Die Kongresspräsidenten Prof. Dr. Georg Griesinger und Dr. Matthias Beintker werden die Veranstaltung am Donnerstag, 3. Dezember 2015 von 13.45 bis 14.45 Uhr im Congress Center Hamburg (CCH), Saal 15 / 1. OG moderieren und freuen sich auf Ihre Teilnahme.

Vor Ort zieht Prof. Griesinger, Direktor der Universitären Kinderwunschzentren Lübeck und Manhagen, ein Fazit nach einem Jahr Präimplantationsdiagnostik in Deutschland und nennt erstaunliche Fakten: zum Beispiel über die Anzahl der Paare, die eine genetische Untersuchung des Embryos wünschen und wie viele sie in Abhängigkeit von der Entscheidung der Ethikkommission tatsächlich erhalten.

In Schweden feiert man inzwischen die Geburt von vier Babys, die in einer transplantierten Gebärmutter heranwuchsen, und Mats Brännström, Professor und Chairman, Department of Obstetrics & Gynecology, Sahlgrenska Academy, University of Gothenburg, der fünfzehn Jahre für diese medizinische Sensation geforscht hat, stellt sich den deutschen Pressevertretern und damit der Frage, ob und wann die Uterustransplantation Eingang in die reproduktionsmedizinische Routine finden kann.

In einer durchschnittlichen Schulklasse mit 30 Kindern sitzt heute ein Kind, das nach  künstlicher Befruchtung entstanden ist: Daten und Trends zur Versorgung aus dem Deutschen IVF-Register für das Jahr 2014 stellt Dr. Ute Czeromin, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Kinderwunschpraxis Gelsenkirchen, vor. Nicht zuletzt benennt die Vorstandsvorsitzende des Deutschen IVF-Registers aktuelle Schwangerschaftsraten nach der Kryokonservierung und wichtige Faktoren für eine erfolgreiche Behandlung.

Deutschland braucht Kinder! Den Wermutstropfen in der reproduktionsmedizinischen Versorgung in Deutschland thematisiert Najib N. R. Nassar aus dem Vorstand des Bundesverbands Reproduktionsmedizinischer Zentren Deutschlands e.V.: Der Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, Novum-Zentrum für Reproduktionsmedizin Essen – Duisburg, kritisiert das Chaos und die Defizite in der Finanzierung der Kinderwunschbehandlung.

Neues aus der Andrologie präsentiert auf der Pressekonferenz schließlich Dr. Matthias Beintker, Chefarzt der Klinik für Urologie am Südharz Klinikum Nordhausen, und Co-Präsident des 6. DVR-Kongresses.

Der Kongress findet unter Beteiligung von insgesamt neun Fachgesellschaften der Reproduktionsmedizin und -biologie sowie Andrologie vom 3. bis 5. Dezember 2015 im CCH statt.



6. DVR-Kongress: Kinderwunsch-Experten tagen in Hamburg

Hamburg.
Die Geburt des weltweit ersten Babys nach einer Gebärmuttertransplantation vor fast genau einem Jahr macht tausenden Frauen Hoffnung und ist der Forschung des schwedischen Gynäkologen Prof. Mats Brännström zu verdanken. In diesen Tagen wird der gefeierte Pionier der Universität Göteborg auf dem 6. Kongress des Dachverbands Reproduktionsbiologie und -medizin e.V. (DVR) in der Hansestadt erwartet. Im Congress Center Hamburg (CCH) diskutieren vom 3. bis 5. Dezember 2015 rund 800 Reproduktionsmediziner, Biologen und Andrologen verschiedenster Fachrichtungen aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse rund um die Kinderwunschbehandlung. Medienvertreter sind herzlich willkommen.

„Neue Technologien optimieren die menschliche Fortpflanzungsmedizin und eröffnen damit Chancen auf das Wunschkind für immer mehr Menschen in Deutschland, die ungewollt kinderlos sind“, sagt Prof. Dr. Georg Griesinger mit Blick auf die enormen Fortschritte im Bereich der Reproduktionsmedizin und Andrologie, der Endokrinologie, Biologie und Genetik. Der Direktor der Sektion für gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck leitet den 6. DVR-Kongress gemeinsam mit dem Chefarzt der Klinik für Urologie am Südharz Klinikum Nordhausen, Dr. Matthias Beintker. Nicht zuletzt zeigt diese fachübergreifende Präsidentschaft deutlich, dass die Behandlung von Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch stets interdisziplinär erfolgt, denn die Ursachen liegen etwa zu gleichen Teilen bei Mann oder Frau oder bei beiden und sind vielfältig.

Ursachen der Infertilität stehen deshalb auch für die Grundlagenforscher, Kliniker und Biologen aus insgesamt neun Organisationen und Verbänden auf der Agenda des 6. DVR-Kongresses. Dazu gehören neben gutartigen Wucherungen der Gebärmutterschleimhautzellen, der sogenannten Endometriose, auch Lifestyle und Umweltfaktoren sowie die Risiken für Mann und Frau durch eine Infektion unfruchtbar zu werden. Nach einem Jahr Präimplantationsdiagnostik in Deutschland ist es für die Reproduktionsmediziner außerdem Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen. Ganz aktuell werden im CCH eine frühe Prägung des Embryos durch die Techniken der assistierten Reproduktion und die Bedeutung des präkonzeptionellen Screenings auf mögliche Erbkrankheiten der Eltern diskutiert. Ebenfalls auf dem Programm: das Einfrieren von Keimzellen. Die sogenannte Kryokonservierung ermöglicht heute den Erhalt der Zeugungsfähigkeit von Mann und Frau bei Krebserkrankungen, wird bisher aber nur knapp 40 Prozent der Patienten angeboten. „Hier bedarf es noch viel Aufklärungsarbeit“, sagt Kongresspräsident Prof. Griesinger. Das gilt ebenso für das „Social freezing“, dem Einfrieren von unbefruchteten Eizellen für eine spätere künstliche Befruchtung aus nichtmedizinischen Gründen. „Die Kryokonservierung ist trotz guter Befruchtungsraten keine Versicherung für ein Baby. Außerdem denken viele Frauen zu spät an diese Option, denn die Erfolgsaussichten sinken, wenn die Eizellen jenseits des 35 Lebensjahres gewonnen werden“, so der Lübecker Gynäkologe.

Mit Spannung wird in Hamburg auch die Veröffentlichung des D.I.R.-Jahrbuchs 2014 des Deutschen IVF-Registers (D.I.R.) erwartet, das unter anderem Auskunft über die Anzahl assistierter Befruchtungen und Schwangerschaftsraten hierzulande gibt. Zuletzt zeigten sich die Experten alarmiert von dem mit durchschnittlich 35,2 Jahren hohen Alter der behandelten Frauen. Und natürlich spricht Prof. Mats Brännström im CCH über sein weltweit einmaliges Forschungsprojekt an der Universität Göteborg, in dessen Verlauf inzwischen drei weitere Babys geboren wurden, die in einer transplantierten Gebärmutter heranwuchsen. Angesicht dieser Erfolge stellt sich auf dem 6. DVR-Kongress die Frage: Kann die Uterustransplantation eine Alternative für die in Deutschland verbotene Leihmutterschaft sein?

Antwort auf diese und andere Fragen erhalten Journalisten auf den rund 40 Veranstaltungen des DVR-Kongresses. Sie sind dort herzlich willkommen und zur Pressekonferenz am Donnerstag, 3. Dezember 2015 von 13.45 bis 14.45 Uhr im CCH, Saal 15 / 1. OG eingeladen. Die Themen und Referenten werden in den nächsten Tagen bekannt gegeben.

Hinweis: Der Dachverband Reproduktionsbiologie und -medizin e.V. (DVR) besteht aus folgenden Organisationen und Verbänden: Arbeitsgemeinschaft Reproduktionsbiologie des Menschen e.V. (AGRBM), Arbeitskreis Andrologie der Dermatologen (AAD), Deutsche Dermatologische Gesellschaft e.V. (DDG), Arbeitskreis Donogene Insemination e.V. (ADI), Bundesverband Reproduktionsmedizinischer Zentren e.V. (BRZ), Deutsche Gesellschaft für Andrologie e.V. (DGA), Deutsche Gesellschaft für Gynäkologische Endokrinologie und Fortpflanzungsmedizin e.V. (DGGEF), Deutsche Gesellschaft für Reproduktionsmedizin e.V. (DGRM), Deutsches IVF-Register e.V. (D•I•R), Sektion Reproduktionsbiologie und -medizin (SRBM) der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie e.V. (DGE).